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Hamburger Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzung

Auch 2018 wird die Behörde für Kultur und Medien eines der höchstdotierten Autorenförderprogramme im deutschsprachigen Raum ausrichten.
Prämiert werden Hamburger Schriftsteller und literarische Übersetzer. Die Verleihung der Preise findet am 3. Dezember 2018 im Hamburger Literaturhaus, Schwanenwik 38 statt.

BEWERBUNG FÜR DIE TEILNAHME 2018
siehe Bewerbungen.


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Einmonatige Residenzstipendien für Hamburger Literaturschaffende und -übersetzer

BEWERBUNGSSCHLUSS: 2. Mai 2018

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet eine fachkundige Jury. Die Auswahl wird ab 17. Mai 2018 bekanntgegeben. Antje Flemming beantwortet auch Ihre Nachfragen.
Ausschreibungsunterlagen
Pressemitteilung des Senats

1. Château de Millemont, Nordfrankreich
Zeitraum: 1. bis 31. August 2018

Das Château de Millemont liegt circa eine Autostunde westlich von Paris im Département Yvelines in der Region Île-de-France. Ausgeschrieben werden vierwöchige Arbeitsaufenthalte für zwei Schriftsteller/innen und ein/e Literaturübersetzer/in. Das liebevoll renovierte und geräumige Schloss befindet sich in einer großen Parklandschaft und umfasst ein Hauptgebäude und das „Petit Château“, in dem sich die atmosphärisch ausgestatteten Zimmer befinden und der vom 1. bis 31. August den fünf Hamburger Stipendiaten komplett zur Verfügung steht. Zusätzlich werden zwei Stipendien für bildende Künstler ausgeschrieben. Die Küche, das Wohnzimmer mit Bibliothek und das Arbeitszimmer mit WLAN können gemeinschaftlich genutzt werden. Badezimmer müssen z.T. geteilt werden.
Der Bahnhof mit sehr guter Anbindung nach Paris ist fußläufig in einer halben Stunde zu erreichen. Im Nachbarort La Queue-les-Yvelines gibt es eine Bäckerei, einen Supermarkt und einen Wochenmarkt. Mit seinen großen Waldflächen, Weiden und Seen bietet die Umgebung Ruhe zum ungestörten Arbeiten. Eine deutschsprachige Ansprechperson ist vor Ort.

2. Brecht-Haus in Svendborg, Dänemark
Zeitraum: 1. bis 29. September 2018

Das Brecht-Haus liegt in idyllischer Umgebung direkt am Skovsbo Strand, 3 km westlich von Svendborgs Zentrum und Hafen, nahe dem Sund. Ausgeschrieben wird ein vierwöchiger Arbeitsaufenthalt im September für eine/n Schriftsteller/in oder eine/n Literaturübersetzer/in.
Zwischen 1933 und 1939 diente das Haus Bertolt Brecht, Helene Weigel und ihrer Familie als Zuflucht und Heim im Exil. Dort entstanden u. a. die Stücke „Die Gewehre der Frau Carrar“ und „Leben des Galilei“. Das Brecht-Haus wurde zu Beginn der 1990er Jahre renoviert und beherbergt heute Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt. Dem Stipendiaten oder der Stipendiatin steht das komplette Reetdachhaus mit zwei Schlafzimmern, einer Küche, einem Wohnzimmer und einem Arbeitsplatz mit Computer und WLAN zur Verfügung.

Das Brecht-Haus wird von einem Verein verwaltet, der sich für die kulturelle Entwicklung Svendborgs einsetzt, weshalb ein Interesse an der lokalen Kulturszene vorausgesetzt wird. Einen ersten Eindruck vom Brecht-Haus vermittelt: https://svendborgbibliotek.dk/page/das-brecht-haus

3. Burkhard-Vernunft-Residenz in Torria, Norditalien
Zeitraum: 1. bis 30. September 2018 oder 1. bis 31. Oktober 2018

Das ehemalige Atelier- bzw. Wohnhaus des Hamburger Künstlers Burkhard Vernunft (1940–2016) liegt in Torria, einem beschaulichen kleinen Ort in Ligurien in der Provinz Imperia. Ausgeschrieben werden zwei je einmonatige Arbeitsaufenthalte für je eine/n Schriftsteller/in und eine/n Literatur-übersetzer/in.
Die idyllische Künstlerresidenz besteht aus einem Wohnhaus („Literaturhaus“) und einem Ateliergebäude („Malhaus“). Sie befindet sich in dem 150-Einwohner-Ort Torria in Ligurien, umgeben von Olivenhainen und Wäldern. San Remo liegt ca. eine halbe Autostunde entfernt. Das Literaturhaus bietet einen vollausgestatteten Wohnbereich mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer, einen Schreibplatz sowie eine große Terrasse. Zeitgleich wird je ein Stipendium für ein/e bildende/n Künstler/in für das „Malhaus“ ausgeschrieben.

Die Familie des Künstlers stellt die ehemalige Residenz von Burkhard Vernunft im ligurischen Torria in seinem Gedenken für Hamburger Literatur- und Kunstschaffende zur Verfügung.
In Torria befinden sich ein Restaurant, das einen Mittagstisch anbietet. Der nächste Supermarkt befindet sich mit dem Auto ca. 15 Minuten entfernt und ist auch mit dem Bus erreichbar. Ein eigenes Auto ist für den Aufenthalt keine Voraussetzung, der öffentliche Nahverkehr in der Region ist jedoch eingeschränkt. Eine deutschsprachige Ansprechperson wohnt im Ort.


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Weitere Literaturpreise in Hamburg

Kempowski Literaturpreis

Der Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung wird an deutschsprachige Autorinnen/Autoren für einen bisher unveröffentlichten Prosa-Text in Form einer Kurzgeschichte vergeben. Der erstmalig im Jahre 2005 von der Hannelore und Helmut Greve Stiftung für Kultur und Wissenschaft gestiftete Preis war ursprünglich mit 5.000 € dotiert. Seit 2007 wurde der Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung, mit Zustimmung des inzwischen verstorbenen Autors, in Walter-Kempowski-Literaturpreis – Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung umbenannt.www.hh-av.de/kempowski-literaturpreis/

Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman

Der nach seiner Stifterin benannte, seit 1970 vergebene und mit 15.000 Euro dotierte Mara-Cassens-Preis ist der höchstdotierte Literaturpreis für einen deutschsprachigen Romanerstling und der einzige Literaturpreis, der von einer Leserjury vergeben wird. Die Hamburger Stifterin Mara Cassens möchte mit ihrem Preis Autoren und Autorinnen ermöglichen, »sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen«. Die Jury besteht ausschließlich aus Mitgliedern des Literaturhaus Hamburg e.V., die nicht im Literaturbetrieb tätig sind. Der Mara-Cassens-Preis wird bei einer feierlichen öffentlichen Preisverleihung übergeben. Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg Website Mara Cassens-Preis

Preis der Irmgard-Heilmann-Stiftung

Die Irmgard-Heilmann-Stiftung wurde als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts am 11. Oktober 1988 errichtet und 2002 zur treuhänderischen Verwaltung an die Hamburgische Kulturstiftung übergeben. Die Stiftung fördert Literatur und den literarischen Nachwuchs in Hamburg. Die 1993 verstorbene Irmgard Heilmann regten ihre eigenen Erfahrungen als Autorin und Verlegerin an, in ihrer Wahlheimat Hamburg den mit 7.500 € dotierten »Irmgard-Heilmann-Preis« zu stiften, der in regelmäßigen Abständen für die beste literarische Neuerscheinung eines Hamburger Autors oder einer Hamburger Autorin vergeben wird. www.kulturstiftung-hh.de

Karl-Heinz-Zillmer-Verlegerpreis

Die Hamburgische Kulturstiftung vergibt den von Karl-Heinz Zillmer gestifteten Verlegerpreis alle zwei Jahre. Mit einem Preisgeld von 10.000 € wird auf den Vorschlag einer fünfköpfigen Jury hin bundesweit hervorragendes verlegerisches Handeln gewürdigt. Hamburgische Kulturstiftung, Hohe Bleichen 18, 20354 Hamburg www.kulturstiftung-hh.de

Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung

Die Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung würdigt Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung. Eine Jury schlägt die Preisträgerin oder den Preisträger vor. In Frage kommen Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem gesamten Bundesgebiet. Büro der Stiftung: Ernestine von Salomon, Parkstraße 10, 13467 Berlin www.ledig-rowohlt-stiftung.de/

Fritz-Reuter-Pries

De Fritz-Reuter-Pries/Fritz-Reuter-Preis ward vun de Carl-Toepfer-Stiften alle twee Jahr för heel besünnere Stücken Arbeit up enkelte Rebeten vun dat Nedderdüütsche tospraken. De Pries is vun 2008 an mit een Priesgeld 10.000 € verbunnen – daarmit is de Reuter-Pries mit dat höchste Priesgeld up de Rebeten vun de nedderdüütsche Kultur utstaffeert. Carl-Toepfer-Stiftung F.V.S., Peterstraße 28, 20355 Hamburg www.carltoepferstiftung.de/fritzreuterpreis.php